Flußpferde

Flußpferde werden in unseren Breitengraden gerne als niedliche, kleine Hippos zum Zwecke der Werbung, in Zeichentrickfilmen und für Hörspiele gebraucht. In Afrika sind die Flußpferde der Menschenkiller Nr. 1.

Es gibt kein anderes Tier auf dem Kontinent, das häufiger in tödliche Zwischenfälle mit Menschen verwickelt ist.

Nicht alles was sich Pferd nennt ist auch eins......, Flußpferde haben als nächste lebende Verwandte auf diesem Planeten die Wale.

Flußpferde leben in direkter Abhängigkeit von Wasser. Die Haut und der Organismus der Hippos ist extrem empfindlich und benötigt eine regelmäßige, kühlende Befeuchtung. Verbleiben sie während der Sonnenstunden zu lange ausserhalb des Wasser, beginnen Hippos zu Schwitzen. Dabei sondern ihre Drüsen ein rosanes Sekret ab.  Dieses Sekret bietet Sonnenschutz und soll eine antibiotische Wirkung haben.

Der häufige Wassermangel in Afrika zwingt die Flußpferde oft über viele Monate auf engstem Raum in den kleiner werdenden Flüssen und Wasserlöchern zu Leben. Aggressionen sind vorprogrammiert und führen zu täglichen Rangeleien und Kämpfen. Generell sind Hippos leicht reizbare Tiere mit einem hohen Aggressionspotential und einem ausgeprägten Revierverhalten. Wie die Nashörner markieren sie mit Kot. Dabei nutzen sie ihren kurzen Schwanz um den Kot kreisförmig in der Umgebung zu verteilen. Im Wasser sind Flußpferde hervorragende Schwimmer und ausdauernde, geschickte Taucher. Aber auch an Land können die plumpen und massigen Tiere Höchstgeschwindigkeiten Laufen, die menschliche Athleten nur mit Mühe erreichen....

Sowohl die Geschwindigkeit, als auch das Aggressionpotential werden von Touristen gerne unterschätzt.

Mit Einbruch der Dämmerung verlassen die Hippos das Wasser und wandern in ihre teilweise weit entfernten Weidegründe, um die ganze Nacht mit Fressen zu verbringen.

Hippos kann man überall dort gut beobachten, wo permanentes Wasser ist (Okavangodelta, Chobe, Linyanti)