Schakale

Schabrackenschakal (Canis mesomelas)     &    Streifenschakal (canis adustus)

Schabrackenschakale

Mit ihrem braunroten Fell und der schwarzen, von kleinen weissen Flecken durchzogenen Decke, die sich vom Hals bis zum Schwanzansatz zieht, sind die Schabrackenschakale auffällige und häufig zu sichtende Gesellen im Bush von Botswana. Die afrikanischen Verwandten des amerikanischen Coyoten sind sehr gesellige, neugierige und äußerst familiäre Tiere. Paare binden sich für das Leben und verbringen praktisch jede Minute miteinander. Sie jagen gemeinsam und verteidigen ihr Territorium im Team.

Schakal sind Opportunisten ähnlich wie die Hyänen. Sie lassen keine Chance auf Beute aus und fressen ein vergleichbares Nahrungsangebot wie die Hyänen. Dazu gehören Gräser, Samen, Früchte, sowie selbst erlegte Insekten, Vögel, Reptilien, Nager und junge Antilopen. Nebenbei sind sie hemmungslose Futterdiebe. Mit ihrer schon ziemlich penetranten Art gelingt es ihnen den Geparden, Leoparden, Hyänen und selbst den Löwen immer wieder Beuteanteile zu entwenden. Schakale haben ähnlich den Geiern einen Instinkt für die richtige Zeit und den richtigen Ort. Stundenlang folgen sie den großen Raubtieren bei der Jagd um sich bei der ersten Gelegenheit ihren Anteil an der Beute zu sichern. Dies ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Überlebnsstrategie der Schakale.

Die tag- und nachtaktiven Jäger bevorzugen offenes Grasland und leichtes Buschland. Sie erreichen eine Schulterhöhe von unter 40cm bei einem Gewicht von ca. 8 Kg. Die Männchen sind etwas größer als die Weibchen. 

Streifenschakale

Der Streifenschakal unterscheidet sich durch sein graubraunes Fell, das an den Seiten von einem auffälligen weißen Streifen durchzogen wird, deutlich vom Schabrackenschakal. Er hat einen kräftigeren Kopf mit kleineren Ohren und einer kürzeren Schnauze. Insgesammt ist seine Erscheinung etwas kräftiger.

Im Gegensatz zu den Schabrackenschakalen bevorzugen sie dichtes Buschland und hohes Gras. Streifenschakale finden sich laut Literatur nur im Okavangodelta und in der Choberegion. Wir selber haben unseren einzigen Sreifenschakal in den vielen Jahren der Reise im Moremi bei Third Bridge entdeckt.

Die nachtaktiven Raubtiere sind scheue Gesellen und dementsprechend schwer zu sichten. Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang verbringen sie mit Ruhen im Schutz dichten Buschwerks oder größerer Erdlöcher.

Die Streifenschakale nutzen ein ähnliches Nahrungsangebot wie die Schabrackenschakale. Allerdings sind sie keine Futterdiebe.