Die Nationalparks

Die Haupttouristenattraktion Botswanas ist die Möglichkeit wilde Tiere in freier Wildbahn, also innerhalb ihres natürlichen Lebensraumes zu erleben und die weite Unberührtheit afrikanischer, ursprünglicher Natur zu erfahren.

 

Nationalparks in Botswana sind keine zoologischen Gärten. Der Aufenthalt in einem Nationalpark birgt keine Garantie auf Kontakt zu wilden Tieren und schon gar nicht eine Garantie seltene und bedrohte Tierarten zu sichten....., aber die Chancen stehen ziemlich gut!

 

Mit ziemlicher Sicherheit werdet Ihr innerhalb der NP´s auf eine Vielzahl unterschiedlicher Tierarten treffen und mit ein wenig Glück auch die großen Raubtiere und einige der bedrohten Tierarten beobachten können. Botswanas  Wildtierreservate und NP´s zählen zu den ursprünglichsten in der Welt. Die Qualität des Wegenetzes und die abgeschiedene Einsamkeit mancher Regionen vermitteln dem Besucher den Eindruck im Afrika "zu Livingstons Zeiten“ zu sein. Selbst die stark frequentierten Vorzeigeparks wie der Moremi und der Chobe haben den ursprünglichen und reinen Charakter ihrer Natur erhalten können. Dies ist nicht zuletzt einer konsequent durchgeführten Politik zu verdanken, die anstelle von Massentourismus auf Exklusivität baut.

 

Gebote und Regeln für den besonderen Schutz von Wild, Natur und der eigenen Gesundheit innerhalb der NP´s

 

  • max. Höchstgeschwindigkeit 40 Km/h
  • kein Fahren bei Nacht (Fahrzeiten zumeist zwischen 6.00 und 18.30 Uhr)
  • kein Fahren abseits der vorhandenen Wege
  • keine Erkundung des Parks zu Fuß
  • das Sitzen auf den Fahrzeugen (auf Autodächer, Gepäckträgern, etc.) ist untersagt
  • Camping nur in den ausgeschilderten Camps
  •  Nachtruhe ab 22.00 Uhr, d.h. Lautstärke senken und keine Partys feiern

 

Innerhalb der Nationalparks stehen zur Übernachtung immer mehrere Camps zur Auswahl. Viele dieser Camps wurden in den letzten Jahren privatisiert. Das sorgte für mehr Qualität, aber auch für höhere Preise. Zum einfachen Standart gehören in der Regel Geschlechter getrennte Sanitäreinrichtungen mit Dusche und WC.  Warmes Wasser generiert man durch Solarstrom oder entfachen von Feuern unter einfachen Wasserboilern. Einige Camps haben gemauerte, oder betonierte Feuerstellen. Die modernen und neuen Camps haben häufig sogar aus Solarstrom gespeistets Licht. Das 21. Jahrhundert macht nicht vor Botswana Halt.

Eine Wasserversorgung wird zwar in den meisten Camps sichergestellt, kann aber nicht immer erwartet werden (immer eigenes Wasser für ein paar Tage "Katzenwäsche" mitführen).  Gegen die Kräfte der Natur und hier vor allen gegen die Kräfte der Elefanten ist kaum ein Kraut gewachsen.... und gelegentlich erwischt es einen Wasserturm, eine Pumpe oder eine Wasserleitung. Das ist Afrika.

Einige wenige Camps bieten generell keine Wasserversorgung an. Dazu gehören primär die Camps vom Central Kalahari Game Reserve (hier kann bei den Wildhütern geduscht werden) und die Camps im Mabuasehube GR.

 

Reservierungen von Nationalparks und Camps innerhalb der Nationalparks

Ich könnte jetzt einen Satz anfangen mit "Früher"....., da war ja alles bekanntlich besser........

Die meisten Camps in den Nationalparks von Botswana werden Heute von privaten Unternehmern geführt. Entsprechend bucht man die Übernachtungen bei den Unternehmen und nicht wie "Früher" bei den Parkbehörden in Maun und Gabarone.

Parkeintritte werden weiterhin an die Parkbehörden bezahlt und es ist noch immer hilfreich dies im Vorfeld bei den Parkbehörden zu reservieren.

Wenige Camps sind noch in staatlicher Hand und müssen ebenfalls bei den Parkbehörden reserviert werden.

Gelegentlich wechseln die Camps ihre privaten Besitzer....., auch das ist Afrika.

 

Wir empfehlen hier für die Reisevorbereitung einen guten Reiseführer (z.B. Hupeverlag) und einen Blick in die gängigen Reiseforen für Südafrika, Botswana und Namibia.

Der Hupeverlag unterhält ebenfalls eine Homepage, wo kurzfristige Änderungen und Neuigkeiten monatlich publiziert werden.