Die nördliche Pfannenlandschaft des CKGR

Anfahrt in die nördliche Pfannenregion des CKGR

Im Nordwesten erreicht man das CKGR von Namibia oder Ghanzi über die Dörfer Xade, New Xade und kam beim Xade Wildhütercamp in den Nationalpark. Das erste zu erreichende Camp nach dem Camp bei den Wildhütern ist "Pipers Pan". Dieses Gate haben wir aber seit 2005 nicht mehr genutzt, weil wir eher zufällig auf ein neues Gate im Norden gestoßen sind. Dazu später mehr.

Diese Anfahrt ins CKGR ist wenig unterhaltsam. Schotterpisten gefolgt von Sandpisten und ausgefahrenen Tiefsandpisten ziehen sich durch eine monotone Landschaft vorbei an Ranchgebieten. Schwerlastverkehr und die Spuren der Rinderherden zeichneten diesen Weg.

Wenn man dann endlich das Gamescout Camp erreicht und den Papierkrieg hinter sich gebracht hat, folgt zum Schluß eine einspurige sich durch Buschland windende Wellblechpiste bis hinauf zur Pipers Pan. Alles in allem gute 6 Stunden Anfahrt für eine vermeintlich kurze Strecke.....

Es kann sein, dass diese Zufahrt mittlerweilen geschlossen wurde. Wir haben sie seit 2005 nicht mehr genutzt und munkelte mal etwas von Diamantfunden in der Xade Region......

 

Im Nordosten erreicht man das CKGR über Rakops und folgt dann einer Piste entlang öder Rinderfarmen. Die anfangs sandige und staubige Piste führt später durch dichtes Buschland und verliert den sandigen Charakter. Dafür passiert man nun auf einer lehmig- sandigen Piste, die sich in Wellen bergauf und bergab präsentiert dichtes Buschland. Die Piste hat mitunter tiefe Auswaschungen, in denen sich bei Regen das Wasser sammelt und tiefe Schlammlöcher bildet. Man erreicht dann über das Matswere Gate das CKGR. Die ersten Camps hinter dem beim Gate sind Deception Valley und Kori. Die Anfahrt wird ca. 4 Stunden dauen.

 

Seit 2006 gibt es ein drittes Gate im Norden. Man kann das CKGR direkt über die Verbindungsstraße Ghanzi - Maun erreichen. Von Ghanzi kommend geht kurz vor dem Kuke Veterinärzaun nach rechts eine kleine, zweispurige Piste ab. (von Maun kommend entsprechend hinter dem Veterinärzaun links)

Man öffnet ein Rindergatter und fährt dann innen entlang der eingezäunten Parkgrenze über eine wechselhafte mitunter tief ausgefahrene Sandpiste bis zum New Tsau Gate. Hier gibt es entsprechend neue Sanitäranlagen und zur Not kann man auch dort Campen. Nach dem New Tsau Gate kann man bequem zur Pipers Pan oder zur Tau Pan fahren. Allerdings ist der Campspot an der Tau Pan geschlossen worden. In der Nähe steht nun eine große private Campsite mit Lodgecharakter.

Da man sich hier vor dem Veterinärgate in das CKGR begibt, erspart man sich die unnötigen Durchsuchungen auf Fleisch, Eier und Milchprodukte. Das ist ein echter Vorteil. Zudem konnte man zuvor in Ghanzi Tanken und frische Lebensmittel bunkern.

 

Innerhalb des CKGR sind eine Vielzahl von Pfannen über ein Pistenetz erschlossen. Die Qualität dieser Pisten variiert und umfassst das gesammte Spektrum an Bodenqualitäten. Erfahrungsgemäß ist die Anfahrt zum CKGR anstrengender, als das Fahren innerhalb des CKGR.

An fast vielen Pfannen gibt es die Möglichkeit zu Campen, so das die Möglichkeit zu einer Rundfahrt durch das nördliche CKGR gegeben ist. Anfangs gab es in den Camps keinerlei Einrichtungen. Man brachte sein eigenes Wasser mit und grub für die Toilette ein Loch in den Boden......

Viele Camps haben heute zumindest ein Plumsklo und improvisierte "Eimerduschen". Wasser bringt man aber noch immer selber mit. Mit der Privatisierung der Camps haben auch Zeltcamps und Lodgen einzug in das CKGR gehalten. Des einen Freud...., des anderen Leid. Dank dieser Komfortzonen kommen mehr Touristen in das CKGR. Die Einsamkeit ist an manchen Stellen nicht mehr ganz so einsam...

Man sollte sich für das nördliche CKGR ein paar Tage Zeit nehmen und auf der rund 300 Km langen Piste einmal alle Pfannen erkunden. Das Wegenetz ist hier nicht so üppig wie in anderen Nationalparks. Für den Game Drive kann man mehr oder weniger nur die Hauptpisten benutzen.

 

Tiere im nördlichen CKGR

Springböcke, Spießböcke, Zebras und Gnus dominieren das Erscheinungsbild der nördlichen Kalahari. Aber auch alle anderen Antilopenarten ziehen vereinzelt oder als Mischgruppen durch das CKGR. Gelegentlich sichtet man Giraffen. Strauße findet man hier teilweise in großen Gruppen von mehr als 50 Tieren. Löwen gibt es reichlich. Es sind primär die an ihrer dunklen Mähne erkennbaren Kalaharilöwen. Daneben sieht man gerade in der offenen Grassavanne viele Geparden und in den bewaldeteren Gebieten natürlich auch Leoparden. Bateared Foxes laufen einem genauso oft über den Weg, wie die kleinen Schakale. Die braune Hyäne ist hier beheimatet, traut sich aber nur selten in unsere Nähe. Typfelhyänen, Elefanten und Affen sieht man so gut wie nie.

 

Die Pfannen der nördliche Region des CKGR

 

Deception Valley

Den Mittelpunkt dieser Region bildet ein sich weite öffnendes Tal. Im Norden schließen sich unerwartet Busch- und Waldlandschaften an. Das Tal selber überrascht nach der Regenzeit mit üppigen Grasweiden, die entsprechend viel Wild und deren Jäger anziehen.

Inmitten derBuschlandschaft im Norden liegt das Deception Camp. Auf einem großzügigen Gelände verteilen sich mehrere einzelne von Bäumen beschattete Campspots. Das dichte Buschland erlaubt keinerlei Ausblick in das Tal. Wesentlich reizvoller ist das direkt am Talrand liegene Kori Camp. Unter Akazien gebettet genießt man von hier einen weiten Blick über das Tal. Wie bei allen Camps im CKGR verfügen auch diese Beiden über keinerlei sanitäre Anlagen und Wasseranschlüsse .

Wer über das Matswere Gate in das CKGR einfährt erreicht nach 29 Km ausgefahrener und von den Regenfällen gekennzeichneter Strecke eine Kreuzung im Deception Valley. Nach links führt die Piste in das eigentliche Tal und zur Deception Pfanne. Im weiteren Verlauf erreicht man das Letiahau Tal und Piper´s Pan. Nach rechts führt der Weg über Sunday Pan oder Leopard Pan zum Passage Valley. Geradeaus erreicht man die weiteren Abzweigungen zu den beiden Campsites und der Direktverbindung zum Passage Wasserloch.

 

Sunday Pan und Leopard Pan

Vom Deception Valley aus erreicht man diese Pfannen über eine enge, einspurige Piste, die sich durch dichtes Buschland windet. Beide Pfannen präsentieren sich als von Buschland umringte Grasebenen. Sunday Pan verfügt über ein eigenes, mit einer Dieselpumpe betriebenes Wasserloch. Leider ist die Pumpe nur sporadisch in Betrieb. Die drei Campsites Die drei kleinen Camps an der Sunday Pan bieten Abgeschiedenheit und Ruhe. Das gleiche gilt für gilt für das Camp in der Leopard Pan, die sich nach wenigen Kilometern an die Sunday Pan anschließt.

 

Passarge Valley

Weiter nach Südwesten fahrend folgt nach der Leopard Pan ein über 40 Km langes Tal, das Passarge Valley. Einzeln, dichte Akazienhaine unterbrechen großzügiges Grasland umrahmt von fossilen Gesteinsformationen. Das Passarge Valley war in der Frühzeit einmal ein gigantischer Fluss. Im Valley gibt es drei Camps mit reichlich Abstand zueinander..... Ruhe und Abgeschiedenheit sind hier garantieren. Das am Ende des Valleys gelegene Wasserloch ist nur selten in Betrieb. Vom Wasserloch aus kann man über eine fast schurgerade Direktverbindung zurück ins Deception Valley fahren. Es ist eine wenig atraktive Piste durch dichtes Buschland mit teilweise sehr tiefsandigen Passagen. Allerdings muß man hierdurch, wenn man zur Tau Pan fahren will. Nach knapp 18 Km erreicht man einen Abzweig nach rechts, 7 Km später erreicht man die Tau Pan.

 

San Pan und Phokoje Pan

Ab dem Wasserloch am Ende des Passarge Valleys, bzw. auch ab der Tau Pan erreicht man ein ausgedehntes Gebiet mit weiteren Pfannen.

Die bekanntesten sind die San Pan und die Phokoje Pan die über eine Piste miteinander verbunden sind, die in Richtung Lethiau Valley und Pipers Pan führt. Die entsprechende Weggabelung nach Pipers Pan erreicht man rund 14 Km hinter der Phokoje Pan. Die Pfannen präsentieren sich ähnlich, wie die Sunday- oder Leopard Pan. Allerdings ist die sie umgebende Landschaft von weitem, offenen Grasland gekennzeichnet. Die Piste erahnt man oft nur als zwei schmale von Reifen gezogene Bänder im hohen Gras. Hier sollte man regelmässig mal einen Blick auf den Kühler und die Abgasanlage werfen (vor allen den Kat, falls montiert), hier sammelt sich jetzt reichlich Gras und Samen, die sich leicht entzünden können oder den Kühler in seiner Funktion beeinträchtigen. Unterwegs gibt es ein einzelnes Camp ohne jegliche Ausstattung.

 

Piper´s Pan

Die Anfahrt zur Piper´s Pan ab der Kreuzung zwischen Phokoje Pan und Letiahau Valley ist unproblematisch. Die Strecke führt durch typisches Busch- und Grasland. Für die 26 Km benötigt man eine gute Stunde Fahrzeit. Wer die Umgebung sorgfältig studiert wird viele Löffelhunde, Schakale und Kalahari-Erdhörnchen entdecken.

Die Kalahari-Erdhörnchen leben in ausgedehnten unterirdischen Bauten, die auch vor der Piste nicht halt machen. Sie finden häufig Fußball bis Medizinball große Löcher in der Piste, die nicht immer ungefährlich sind. Hier sind Fahrzeuge vor allem währen der Regenzeit, wenn der Boden weich wird in die Bauten der Erdhörnchen eingebrochen. Die Erdhörnchen fliehen vor Autos erst in aller letzter Sekunde......

Die abgelegene Pfanne gehört zu den schönsten in der Region und verfügt über ein Pumpen betriebenes Wasserloch, was ganzjährig Wild in die Region lockt. Es gibt zwei räumlich gut voneinander getrennte Campspots.

 

Letiahau Valley

Zwischen Deception Valley und Piper´s Pan erstreckt sich über 30 Km ein weiteres, großzügig ausgedehntes Tal, dessen weite Grasfebenen von Akazien und Buschland eingesäumt werden. Es schliest als Verbindung zwischen Pipers Pan und Deception Valley den eingangs erwähnten Rundweg. In der Mitte des Tals liegt zwischen einer kleinen Gruppe von Akazien ein kleines Wasserloch, das nur vom Regen gespeist wird. Von Deception zum Wasserloch sind es knappe 40 Km und von Piper´s Pan erreicht man das Wasserloch nach ca. 50 Km. Es gibt zwei Camps die leicht erhöht am Rande des Tals liegen. Sie sind 7 bzw. 15 Km vom Wasserloch entfernt. Auch hier zieht ganzjährig Wild durch, dass die reichhaltig vorhandenen Löwen und Geparden ernährt.