Pleiten, Pech und Pannen.....

12.01.2012 19:59

Ganz oft werden wir nach unseren negativen Erlebnissen in Afrika gefragt....... Nun, wir müssen dann immer ein wenig überlegen und natürlich fällt uns auch zu diesem Thema etwas ein.

Generell können wir basierend auf unseren eigenen Erfahrungen eigentlich nur positives aus Afrika berichten. Die Menschen sind auf ihre eigene, afrikanische Art sehr freundlich, hilfsbereit, extrem neugierig und offen. Nie hat jemand versucht uns über den Tisch zu ziehen, oder versucht sich an uns zu bereichern. Im Gegenteil, wenn wir mal in einer stressigen Situation steckten, bekamen wir mehr Hilfe angeboten, als dies in Deutschland zu erwarten gewesen wäre.....

Trotzdem hatten auch wir in diesen vielen Jahren und bei rund 100.000 Km gefahrener Strecke auf dem südafrikanischen Kontinent ein paar Situationen aus der Reihe: Pleiten, Pech und Pannen.

Wir haben die entsprechenden Situationen der Einfachheit halber in einer Liste katalogisiert....

 

Diebstähle:

  • 2 Toastbrote an Affen verloren

  • 1 Flasche Wasser an einen Elefanten verloren

  • 1 Sack Zwiebeln an eine Hyäne verloren

  • 5 Nudeln von Affen aus kochendem Wasser geklaut

  • 1 brennende Zigarette von einem Milan im Sturzflug aus der Hand entwendet

Überfälle:

  • ein versuchter Überfall durch einen Mann auf Martina in Windhoek, energisch abgewehrt

  • ein Pavianmännchen dringt in das geöffnete Zelt ein, indem Martina schläft, energisch abgewehrt

  • ein Elefant jagt mich durch das Savuti Camp

  • ein Flusspferd fühlt sich durch meine Gegenwart gestört und jagt mich bis zum Auto. So geschehen beim Ausloten der Wassertiefe einer gefluteten Piste zu Fuß.....

  • ca. 20 Mückenstiche (sehr selten)

  • dafür hunderte von Sandflohbissen (das juckt wie der Teufel.........)

Autopannen:

  • 1 Getriebeschaden, Riss im Getriebe,Wagen blieb liegen und musste abgeschleppt werden, innerhalb von 24 Stunden aus NP nach Maun geschleppt und mit Ersatzfahrzeug versorgt

  • 2 defekte Stoßdämpfer

  • 1 verlorener Tankdeckel

  • 1 platter Reifen

  • 1 defekte Benzinleitung

  • 1 Ausfall des Kühlschranks

  • 2x hoffnungslos im Matsch festgefahren und auf Fremde Hilfe angewiesen

  • einen ganzen Tag an der Tankstelle von Ghanzi gestanden, weil der Diesel leer war und der Tanklaster aus Südafrika mit einer Panne auf dem Transkalahari Highway lag......

Autounfälle:

  • ein Frontalunfall im Khutse Game Reserve auf einspuriger Tiefsandstrecke, leichter Blechschaden, Ausweichen unmöglich, sehr ärgerlich, aber problemlose Abwicklung

beinahe Katastrophen:

  • Martina hat bei Nacht im Camp fast auf eine Puffotter getreten

  • bei einer Fußpirsch Elefanten im Gebüsch aufgeschreckt....., dieser war genauso erschrocken wie wir und ist mit eingekniffenen Schwanz davon gelaufen.....

  • bei Nacht versucht eine Hyäne zu verscheuchen und dabei vor ein Hippo gelaufen......., mit Taschenlampe geblendet und weggelaufen......

  • diverse Scheinangriffe von Elefanten auf unser Auto, sowie ein Angriff von einem offensichtlich kranken Elefanten auf unser Fahrzeug.....

  • eine Tüte Haribo „Tropi Frutti“ ist in der Hitze zu einem fiesen Klumpen verschmolzen......

nicht selber betroffen, aber vor Ort erlebt:

  • ein Löwenrudel quartiert sich für einen ganzen Tag im Camp eines Tierfilmers ein......

  • Pavianhorde zerstört 10 Zelte samt Inhalt bei der Suche nach Futter

  • mehrfach wegen Spritmangel liegengebliebene Fahrzeug

  • halbe Nacht auf der Toilette festgesessen, weil sich ein Löwenrudel vor den Toiletten befand......

  • Buschbrände nach „Trockengewittern“ mit Blitzeinschlägen in Bäume

  • Fahrzeuge, die bis an die Windschutzscheibe in den Fluten versoffen waren

  • Fahrzeuge, die mit durch hohes Buschgras verursachte Schäden liegen geblieben sind (defekte Ventilatoren und Kühler)

  • Fahrzeuge ohne Allradantrieb sind (natürlich) in den Tiefsandpisten liegen geblieben

  • am Morgen aufgewacht und auf der Motorhaube liegt ein Leopard.....

  • Löwen nutzen den Schatten und Windschatten des Autos als Schutz vor Sonne und Sandsturm

  • Löwen wetzen sich am Autoreifen die Krallen....... (Platten)

  • Elefanten belagern die ganze Nacht das Camp, weil das Zelt unter einem Amarulabaum mit reifen Früchten steht......

  • Elefant trinkt Spülschüssel leer......

  • dehydrierte Menschen, die mit Autopannen irgendwo liegen geblieben waren und nicht genug Wasserreserven besaßen.....

 

Wenn überhaupt, dann liest sich das ganze ggf. schlimmer, als es in der Realität war.........

Wirklich übel hätten die Situationen mit den 2 Hippos, den 2 Elefanten, der Puffotter und dem einen Pavian enden können......

Alles andere war ggf. ärgerlich aber nie wirklich bedrohlich. Vor allem wenn man berücksichtigt, auf welch lange Zeitspanne sich diese Erlebnisse verteilen.

 

Auf einige dieser „Pleiten, Pech und Pannen“ Erlebnisse gehen wir später noch mit genaueren Schilderungen in diesem Blog ein.....