Reiseplanungen

Die Planung einer Reise duch die Nationalparks in Botswana beginnt mit der Frage:

Fahre ich die Tour selber in einem gemieteten Allradfahrzeug mit Campingausrüstung, oder wähle ich eine der zahlreichen geführten Gruppenreisen. Geführte Reisen beginnen je nach Geldbeutel ab einer Gruppengröße von 2 Personen. In der Regel haben die Gruppen jedoch Größen zwischen 6 und 20 Teilnehmern. Je mehr Teilnehmer eine Gruppe hat, desto geringer fällt der Reisepreis aus. Geführte Touren mit mehr als 8 Personen werden in der Regel mit umgebauten 4x4 Lkw durchgeführt. Bei Gruppenreisen schläft man im allgemeinen in Bodenzelten. Je nach Tour gibt es auch Zwischenstopps und Übernachtungen in kleinen Lodges. Mit dem nötigen Kleingeld bleibt einem in Afrika kein Wunsch unerfüllt.

Die zweite Frage beschäftigt sich mit der Reisezeit:

Zwischen Dezember und März, während des südafrikanischen Sommers ist gleichzeitig auch die Regenzeit. In den letzten Jahren hat es viel und ausgiebig geregnet. Während den Jahren der Dürre war die Regenzeit und die Monate danach eine schöne Reisezeit um Afrika in grüner Pracht zu erleben.  Mal kommt der Regen schon Ende Oktober, mal erst im Februar. Die Regenzeit ist eine gute Reisezeit für die südlichen Nationalparks.

Allerdings muss man auch im Süden bei Regen mit reichlich schlammigen und überfluteten Pisten Rechnen. Der Boden hält das Regenwasser sehr lange. Für das ganze Land ist eine Malariaprophylaxe ratsam.

Die Monate April bis Juni fallen in den südafrikanischen Herbst. Wenig bis kein Regen kombiniert mit mildwarmen Temperaturen in einer Landschaft die sich noch immer in einem für afrikanische Verhältnisse grünem Kleid präsentiert und der Tierwelt Nahrung und Wasser bietet, macht diesen Zeitraum zu einer erlebnisreichen Reisezeit. War die vergangene Regenzeit ergiebig, muss man im ganzen Land mit vielen Überschwämmungen und matschigen Pisten rechnen. Die Tiere finden überall Wasser und Fressen und verteilen sich entsprechend über das Land.

Malariaprophylaxe ist für das gesammte Reisegebiet ratsam.

Es folgt bis Anfang September der afrikanische Winter. Kalte Nächte, warme Tage und kein Regen zeichnen diese Jahreszeit aus. Das Land vertrocknet ganz langsam, Nachttemperaturen unter dem Gefrierpunkt sind möglich. Das Delta wird von der Flutwelle aus Angola überschwemmt und im Moremi NP können die Camps "Third Bridge"," Xakanaxa" und "Khwai" ggf. temporär geschlossen sein. Auf jeden Fall sind viele Pisten überflutet oder sehr schlammig. Noch kann man in allen Nationalparks gute Tierbeobachtungen machen. Die Gefahr für eine Ansteckung mit Malaria reduziert sich auf das Okavangodelta und die Choberegion.

Die Monate September bis Anfang Dezember bilden den südafrikanischen Frühling. Stabile, warme Temperaturen bei Tag und Nacht machen das Reisen angenehm. Gebiete ohne permanente Wasserversorgung sind jetzt weitestgehend ausgetrocknet. Die Tiere werden über künstliche Wasserstellen an die Region gebunden. Die Verhältnisse im Delta haben sich normalisiert. Regen und Flutwelle sind durch. Die schlammigen Passagen im Inland sind weitestgehend trocken, entlang der Wasserläufe gibt es noch immer leichte Überschwemmungen. Die südlichen Parks haben jetzt nur kleine Wildbestände. Die Gefahr für eine Ansteckung mit Malaria bleibt weitestgehend auf das Okavangodelta und die Choberegion beschränkt.

Als drittes beschäftigen sie sich mit den Fragen nach der Dauer der Reise, dem Land über das Sie nach Botswana einreisen und der Zeitpunkt, wann die Reise wirklich losgehen soll. Drei Länder öffnen uns den Weg nach Botswana. es sind Sambia, Namibia und Südafrika. Von dort aus geht es mit dem Mietwagen nach Botswana, oder man wählt einen innerafrikansichen Anschlußflug nach Maun/Botswana.

Sie sollten Ihre Reise mindesten 6 Monate vor Reisebeginn geplant, reserviert und gebucht haben.....

Wenn die Reisezeit fixiert ist und man sich für eine selbstgefahrene Tour entschieden hat, wird es höchste Zeit sich mit mehr Wissen über die einzelnen Gebiete in Botswana zu versorgen. Hierzu braucht man einen guten Reiseführer und gute Straßenkarten. Seit mehr als 2 Jahrzehnten haben sich die Botswanakarten der Fa. Shell (ja, die Tankstellenbetreiber....) bewährt. Kaufen sie den gesamten Kartensatz, inkl. der Detailkarten der verschieden Nationalparks. Reiseführer und Karten bilden die beste Grundlage für die Planung Ihrer eigenen Tour. Erst wenn sie genau wissen, was sie sich in Botswana ansehen möchten, kann entschieden werden über welches Land die Einreise erfolgt....

Den Norden Botswanas kan man über Namibia und Sambia gut anfahren. In beiden Ländern gibt es Verleihstationen für ausgerüstete 4x4 Fahrzeuge. Die Anreise von Windhoek ist sehr lang. Insgesammt sind es zwischen 600 und über 800 Km Anfahrt von Windhoek bis in CKGR, bis in den Moremi, oder bis nach Maun. Erfahrungsgemäß schafft man am ersten Reisetag nach dem Nachtflug und bis das Fahrzeug übernommen, betankt und mit Lebensmitteln aufgerüstet ist gut die Strecke bis zur Grenze nach Botswana. Hartgesottene Reisende fahren auch bis Ghanzi in Botswana (runde 500 Km).  Wir haben das schon ein paar mal gemacht und ich kann Euch nur gutgemeint warnen. Irgendwann holt einen der fehlende Schlaf vom Nachtflug ein. Die ungewohnt hohen Temperaturen, die monotone Lanschaft und der Staub schaffen einen am ersten Tag zusätzlich. Der Sekundenschlaf auf afrikanischen Pisten ist noch lethaler als auf deutschen Autobahnen.

Ein Alternative bietet der Anschlußflug Windhoek - Maun. Seit einiger Zeit kann man auch endlich in Maun/Botswana gut ausgerüstete 4x4 Mietfahrzeuge mit Campingausrüstung buchen. Wenn man also nur wegen Botswana auf Reise geht, ist die Anmietung des Reisefahrzeugs in Maun eine angenehme und stressfreie Lösung. Allerdings gibt es hier nicht wie in Windhoek eine Verständigung in deutscher Sprache.....

Wer auch den Süden Botswanas bereisen will, kann natürlich auch in Maun starten, oder man fährt ab Namibia, oder besser ab Johannesburg / Südafrika. Die Südafrikaner bieten oft super HeavyDuty 4x4 Fahrzeuge mit voller Busch- und Campingausstattung für faire Preise an. Die Wagen sind dann hochwassertauglich, für schweres Gelände bereift und mit genug Bergegerät ausgestattet, dass man sich fast immer selber helfen kann. Solche Fahrzeuge sind in Namibia seltener zu finden und werden eindeutig für mehr Geld angeboten.

 

Wir werden hier nach und nach ein paar Tourenvorschläge unterbreiten.

Nehmt Euch bei der Planung nicht zuviel vor. Botswana ist groß, langsam zu bereisen und es istunserer Meinung nach unmöglich das ganze Land auf einer Reise zu entdecken.