Urlaub in Botswana

 

Botswana ist aus Deutscher sicht ein Land von gewaltiger Größe und einzigartiger Naturschönheit. Seine lebendige, wechselhafte Vergangenheit hat hier und da ein paar sichtbare Spuren hinterlassen, die von interessierten Reisenden entdeckt werden können.

Jahr für Jahr kommen immer mehr Touristen, um für wenige Tage oder Wochen ein Teil dieser atemberaubenden Natur zu werden.

Die meisten Reisenden sind Safari- und Jagdtouristen. Sie verbringen oft nur eine handvoll von Tagen auf einer Lodge im Nationalpark oder in einer der Hunting Areas. Dabei bietet Botswana viele, sehr unterschiedliche Sehenswürdigkeiten und Landschaften, die sich auf das ganze Land verteilen. Alleine die einzelnen Nationalparks präsentieren sich jeder für sich mit einem eigenständigen Landschaftscharakter. Botswana hat eine starke Bandbreite an Vegetationszonen und Farben in Abhängigkeit von verfügbaren Wasser. Jede Region präsentiert sich in einem eigenen Gewand. Die Parks im Norden sind geprägt von dem reichlichen Wasserangebot des Chobe und des Okavango Deltas. Dichter Busch und grüne Weiden bieten vielen wasserabhängigen Tieren eine Heimat. Alleine die Savuti bildet eine krasse Ausnahme. Mit dem versiegen des Flusses in den 80ern bildete sich hier eine bizarre, fossil anmutende Trockensavanne, die in einem starken Kontrast zu den anderen Parks steht.

(diese Aussage gilt z.Zt. eher nicht, weil die schweren Regenfälle der letzten Jahre im südlichen Afrika einige Flüsse sogar dauerhaft wieder mit Wasser gefüllt haben, die seit fast 50 Jahren als ausgetrocknet galten...)

Die Schutzgebiete in der Mitte des Landes werden durch ausgedehnte Grassavannen gekennzeichnet und dominieren mit grenzenloser Weite, vergleichbar mit der Serengeti oder der Masai Mara in Ostafrika. Im Süden offenbart sich der Wüstencharakter Botswanas. Sanddünen, teils von rötlicher Farbe, durchbrochen von karger Buschvegetation beherrschen das Landschaftsbild. Jeder Park für sich ist ein einzigartiges Naturspektakel.

Auch außerhalb der Schutzflächen hat Botswana dem Reisenden abwechslungsreiche und teilweise einzigartige Naturschauspiele zu bieten. Die Makgadikgadi Salzpfannen z.B. sind die größten ihrer Art in der Welt. Sie sind ein grandioses Naturschauspiel und bieten nebenbei eine einzigartige Flora und Fauna.

Daneben finden sich über das ganze Land verstreut kleinere kulturhistorische Zeitzeugnisse vergangener Völker. 

Die Weite des Landes gehört neben dem trockenen Klima zu den größten Herausforderungen an den Reisenden. Oft müssen zwischen zwei angestrebten Zielpunkten viele hundert Kilometer Distanz teilweise auf sehr anstrengenden Pisten bewältigt werden. Aber auch das gehört zu dem Abenteuer Botswana.

Dementsprechend ist das Land wenig für Rucksacktouristen, Wanderer oder Mountainbiker geeignet. Diese Aktivitäten werden dem Interessierten regional begrenzt angeboten und sollten unter Führung eines ortskundigen Führers betrieben werden. Vieler Orts wird das entdecken der Natur zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Rücken von Pferden oder Elefanten als mehrtägige oder auch als eintägiges Programm angeboten. Außerhalb von Gemeinden und Städten findet man so gut wie keine Nahrungsmittelversorgung. Gleiches gilt für Tankstellen, Hotels und Campingplätze.

Städte, Dörfer und Ansiedlungen sind in Botswana selten ein schöner Anblick. Die wunderschöne Architektur der Kolonialzeit, wie man sie von Namibia, Zimbabwe und Südafrika kennt, findet man hier kaum. Die meisten Ansiedlungen sind als Streusiedlung gewachsen. Sie präsentieren sich als buntes Gemisch aus traditionellen Häusern, armseligen Wellblechhüten und traurigen Betonkonstruktionen. Gerade in den entlegenen Gebieten ersticken diese Ansiedlungen oft im eigenen Müll. Dies ist bedingt durch eine Summe von Faktoren. Zum einen fehlt die notwendige Infrastruktur zur Entsorgung und zum anderen liegt es in der Natur dieser Menschen und Völker, die teilweise aus ihrem traditionellen Lebensstil gerissen wurden, die übrig gebliebene Reste ihrer Mahlzeit vor der Haustüre zu verstreuen. Nur das diese Reste Heute keine Knochen und Schalen von Hülsenfrüchten sind, sondern Tüten, Dosen und andere Einwegverpackungen.

Obwohl Botswana ein recht wohlhabendes Land ist, hat dieser Wohlstand noch lange nicht alle Schichten der Bevölkerung erreicht. Deshalb gewinnt man in einigen Ecken des Landes immer noch den Eindruck in einem Entwicklungsland zu reisen.

Es gibt viel zu entdecken und noch mehr zu erleben, Botswana ist und bleibt immer eine Reise wert....

 

Herzliche Grüße

 

Dean