Vorwort - Gedanken zu einer selbstgefahrenen Botswanareise

Für viele Touristen sind geführte Touren durch Namibia oder Südafrika die Einstiegsdroge nach Afrika. Das berüchtigte Afrikafieber, was viele Reisende befällt folgt seinen eigenen Regeln. Entweder man infiziert sich mit dem Virus, dann kommt man immer wieder zurück nach Afrika, oder man infiziert sich halt nicht......

Wenn das Afrikafieber einmal ausgebrochen ist will man immer mehr und immer intensiveres Afrika erleben. Irgendwann führt einen der Weg dann nach Botswana, Sambia,........

Die großen namenhaften Nationalparks wie die Etosha Pfanne in Namibia, der Hwange NP in Zimbabwe, der Krüger NP oder Pilanesberg in Südafrika, sind unglaubliche Komfortzonen im südlichen Afrika. Hier kann man mit normalen Autos auf Safari gehen, schläft in gesicherten Camps und hat die Annehmlichkeiten von Geschäften, Bars, Restaurants,......

Absolut kein Vergleich dazu sind die sehr wilden und ursprünlichen Nationalparks, wie man sie primär in Botswana, Sambia, Mocambique, aber auch in Südafrika, Namibia und Zimbabwe findet. Oftmals ist die Anreise zu diesen Nationalparks schon sehr strapaziös und von normalen Autos nicht zu bewältigen.

Dafür wird man mit ursprünglicher Natur belohnt, deren erhalt diese Schutzgebiete dienen.

In diesen Schutzgebieten gibt es seltenst top gepflegten Teerstraßen oder Schotterpisten. Hier fährt man auf ausgewaschenen Wellblech-, Sand- und Tiefsandpisten. Umgestürzte Bäume zwingen einen genauso zum Handeln wie tiefe Matschlöcher nach der Regenzeit oder ausgedehnte Überflutungen von ganzen Pistenabschnitten. Gastronomie, Versorgung mit Trinkwasser, Kioske, ein Stromnetz, ein Mobilfunknetz, Tankstellen und andere Errungenschaften der Zivilisation sucht man zumeist vergeblich. Manchmal gibt es nichtmal eine Dusche oder ein Klo. Dann muss die Körperpflege mit rationierten 5 Litern Wasser am Tag aus den eigenen Vorräten funktionieren.

Die Camps werden nicht durch stromführende Hochsicherheitszäune von der Wildnis abgeschottet. Bei Tag und bei Nacht können diese Camps immer mal wieder von Elefanten, Hyänen, Löwen, Geparden, Leoparden, Warzenschweinen und anderen Tieren durchstreift werden. Teils weil sich die Tiere von unseren Abfällen ernähren, teils weil es einfach bequemer ist über Pisten zu Laufen und manchmal ist es das Wasser im Camp oder ein Obstbaum mit seinen reifen Früchten, der die Aufmerksamkeit der Elefanten erweckt.

Wer sich auf diese Abenteuer einlässt erlebt ein ursprüngliches, die Sinne betäubendes Afrika, wie man es intensiver kaum noch erleben kann.

Man wird eins mit der Savanne und von den unglaublichen Erlebnissen mit der afrikanischen Tierwelt mehr als nur belohnt.

Wem sich jetzt jedoch ein paar Nackenhaare aufgestellt haben, der sollte sein Projekt "selbstgefahrene Botswanareise" noch einmal überdenken. Es gibt Alternativen zu den selbstgefahrenen Touren.

Bei geführten Touren mit ortsansässigen Anbietern und Lodge Aufenthalten in den verschiedenen Nationalparks übergibt man die Verantwortung, die Strapazen und die meisten der möglichen Risiken an erfahrene Reisescouts. Das Erlebnis bleibt das Gleiche, es kostet halt nur etwas mehr.

Die Schutzgebiete südlichen Afrika können ihr Erscheinungsbild in Abhängigkeit von Regen innerhalb weniger Monate komplett ändern. In den langen Jahren der Dürre profitierte die Natur im besonderen Maße von den noch immer vorhandenen permanenten Wasserreserven der nördlichen Schutzgebiete, wie z.B. dem Okavangdelta.

Wie sich die Natur präsentiert, ist in Afrika immer vom Niederschlag abhängig. Die Länder können über Jahre und Jahrzehnte ausgedörrte Savannen sein, die von den Tieren nur auf dem Weg zwischen Wasserstellen durchquert werden, sonst aber eher arm an Wildtieren erscheinen.

Kommt der Regen reichhaltig, verwandeln sich die Savannen in grüne, üppige Feuchtgebiete und Sümpfe. Praktisch über Nacht werden SIe von Wildherden bevölkert und in ihrem Gefolge sind die großen Raubkatzen.

Gerade in Namibia, Botswana, Sambia und Zimbabwe finden sich Nationalparks, die Generationen von Reisenden nur als ausgedehnte Trockensavannen und ausgedörrtes Buschland erlebt haben, die nun durch die veränderten Niederschlagsmengen des sich ständig wandelnden Klimas plötzlich im Gewand von sumpfigen Auen und morastigen Grünflächen erscheinen. Anbei ein kleiner Bericht aus den letzten Jahren, der immer nur eine Momentaufnahme darstellen kann:

Wasser ist immer und überall und es bleibt für den Moment.......


Viele Pisten verwandeln sich bei ergiebigen Niederschlägen ebenfals in Sumpflandschaften.

Es werden in manchen Nationalparks und entlang der Versorgungspisten neue Brücken errichtet und Fährbetriebe über Flüsse aufgenommen um den touristischen Verkehr unter den ungewohnten Wassermengen irgendwie am Laufen zu halten. Trotzdem kann die Durchquerung von langen und mitunter auch tiefen Wasserpassagen "im trockenen Afrika" jetzt zum Alltagsbild einer Reise durch die flussnahen Schutzgebiete gehören. Die Landschaft kann sich durch die üppige Vegetation vieler Orts so grundlegend verändern, dass langjährige und erfahrene Botswanareisende gelegentlich Orientierungsprobleme haben.....

Die Qualität und Geländefähigkeit ihres Reisefahrzeugs wird entscheidend zu einem schönen und im positiven Sinne erlebnisreichen Urlaub beitragen. Treffen Sie eine weise Wahl und erleben Sie ihr ganz persönliches Abenteuer in Botswana.

Mehr zur Auswahl des Reisefahrzeugs lesen Sie hier....

 

Unser Herz blieb in Afrika....

Herzliche Grüße

Dean & Martina